Version 2003
SOAP DECLARATION (Variable; Typ; Input_Output{; Alias})
| Parameter | Typ | Beschreibung | |
| Variable | 4D Variable | ||
| Typ | Lange Ganzzahl | 4D Typ, auf den das Argument zeigt | |
| Input_Output | Lange Ganzzahl | 1 = SOAP Input, 2 = SOAP Output | |
| Alias | String | Name, der während SOAP Austausch | |
| für dieses Argument veröffentlicht wird |
Beschreibung
Der Befehl SOAP DECLARATION deklariert explizit den SOAP Typ der Parameter in einer 4D Methode, die als Web Service veröffentlicht wird.
Wird eine Methode als ein Web Service veröffentlicht, werden die Standardparameter $0, $1 ... $n verwendet, um die Parameter des Web Service für die Aussenwelt zu beschreiben, insbesondere in der WSDL Datei. Für das SOAP Protokoll müssen Parameter explizit benannt werden; 4th Dimension verwendet standardmässig die Namen "FourD_arg0, FourD_arg1 ... FourD_argn" by default.
Diese Standardoperation kann jedoch aus folgenden Gründen problematisch sein:
Es ist nicht möglich, $0 oder $1 als Array zu deklarieren. Dafür sind Zeiger erforderlich; in diesem Fall muss jedoch zum Erzeugen der WSDL Datei die Art der Werte bekannt sein.
Als nächstes kann es hilfreich oder notwendig sein, die Parameternamen anzupassen (eingehend und ausgehend).
Schliesslich macht es diese Operation unmöglich, in $0 mehr als einen Wert pro RPC Aufruf zurückzugeben.
Mit dem Befehl SOAP DECLARATION unterliegen Sie nicht diesen Einschränkungen. Sie können diesen Befehl für jeden ein- und ausgehenden Parameter ausführen und ihm einen Namen und einen Typ zuweisen.
Hinweis: Auch bei Verwendung des Befehls SOAP DECLARATION müssen Sie 4D Variablen immer mit Befehlen unter dem Thema "Compiler" deklarieren.
In Variable übergeben Sie die 4D Variable, auf die im RPC Aufruf verwiesen wird.
Achtung: Sie können auf Prozessvariablen oder Argumente in 4D Methoden ($0 to $n) verweisen. Lokale und Interprozessvariablen können Sie nicht verwenden.
In Typ übergeben Sie den entsprechenden 4D Typ. Sie können die meisten Arten von 4D Variablen und Arrays verwenden. Sie können die vordefinierten Konstanten unter dem Thema "Feld- und Variablentypen" einsetzen:
| Konstante | Typ | Wert |
| Is BLOB | Lange Ganzzahl | 30 |
| Is Boolean | Lange Ganzzahl | 6 |
| Is Integer | Lange Ganzzahl | 8 |
| Is LongInt | Lange Ganzzahl | 9 |
| Is Real | Lange Ganzzahl | 1 |
| Boolean array | Lange Ganzzahl | 22 |
| String array | Lange Ganzzahl | 21 |
| Date array | Lange Ganzzahl | 17 |
| Integer array | Lange Ganzzahl | 15 |
| LongInt array | Lange Ganzzahl | 16 |
| Real array | Lange Ganzzahl | 14 |
| Text array | Lange Ganzzahl | 18 |
| Is Text | Lange Ganzzahl | 2 |
| Is Date | Lange Ganzzahl | 4 |
| Is Time | Lange Ganzzahl | 11 |
| Is String Var | Lange Ganzzahl | 24 |
Hinweis: Nachfolgende Konstanten werden in SOAP Methoden nicht verwendet: Is Alpha Field, Is Pointer, Array 2D, Picture array, Pointer array, Is Picture, Is Subtable, Is Undefined.
In Input_Output übergeben Sie einen Wert, der anzeigt, ob der bearbeitete Parameter "eingehend" (z.B. Wert, den eine Methode empfängt) oder "ausgehend" (z.B. Wert, den eine Methode zurückgibt) ist. Sie können die vordefinierten Konstanten unter dem Thema "Web Services (Server)" einsetzen:
| Konstante | Typ | Wert |
| SOAP Input | Lange Ganzzahl | 1 |
| SOAP Output | Lange Ganzzahl | 2 |
COMPILER_WEB Methode: Eingehende SOAP Argumente, die über 4D Variablen, also nicht über Argumente von 4D Methoden aufgerufen werden, müssen Sie zuerst über die Projektmethode COMPILER_WEB deklarieren. Setzen Sie in Methoden für Web Services Prozessvariablen ein, müssen diese deklariert sein, bevor die Methode aufgerufen wird. Die Projektmethode COMPILER_WEB wird sofern vorhanden für jede akzeptierte SOAP Anfrage aufgerufen. Die Methode COMPILER_WEB ist standardmässig nicht vorhanden. Sie müssen diese explizit anlegen.
Der 4D Web Server ruft COMPILER_WEB auch auf, wenn er "konventionelle" Web Anfragen vom Typ POST erhält (siehe Abschnitt Web Services, Special URLs and Form Actions.
In Alias übergeben Sie den Argumentnamen, wie er in WSDL und SOAP Austauschaktionen erscheinen muss.
Achtung: Dieser Name muss im RPC Aufruf einmalig sein (Eingabe- und Ausgabeparameter zusammengenommen), ansonsten berücksichtigt 4D nur die letzte Deklaration.
Hinweis: Die Namen dürfen in Anlehnung an die XML Standards für Marker-Namen WEDER Leerzeichen NOCH Zeichen aus dem erweiterten Ascii-Satz enthalten. Nur Zeichen des Latin-Satzes sind zulässig ([A-Za-z0-9._] | '-')*.
Übergeben Sie keinen Parameter in Alias, verwendet 4th Dimension standardmässig den Namen der Variablen oder FourD_argN für die Argumente der 4D Methode ($0 to $n).
Hinweis: Der Befehl SOAP DECLARATION muss innerhalb der Methode liegen, die als Web Service veröffentlicht wird. Er lässt sich nicht über eine andere Methode aufrufen.
Beispiele
(1) Dieses Beispiel gibt den Parameternamen an:
` Beim Erzeugen der WSDL Datei und SOAP Aufrufe wird das Wort ` PLZ anstelle von fourD_arg1verwendet. C_LONGINT($1) SOAP DECLARATION($1;Is LongInt;SOAP Input;"PLZ")
(2) Dieses Beispiel findet ein Array mit Postleitzahlen in Form von langen Ganzzahlen:
ARRAY LONGINT(codes;0) SOAP DECLARATION(codes;LongInt array;SOAP Input;"in_codes")
(3) Dieses Beispiel verweist auf zwei zurückgegebene Werte ohne Angabe eines Argumentnamens:
SOAP DECLARATION(ret1;Is LongInt;SOAP Output) SOAP DECLARATION(ret2;Is LongInt;SOAP Output)
Referenz
Get SOAP info, Is data file locked, SEND SOAP FAULT.
Konstanten
Themen Feld und Variablentypen und Web Services